Keine Chance für Energiefresser!

Keine Chance für Energiefresser!

Unsere Energiespartipps

Energie ist ein kostbares Gut! Doch, wie in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens gibt es auch beim Energieverbrauch eine Vielzahl von Möglichkeiten, um unnötige Kosten einzusparen. Vielen ist dabei nicht bewusst, welches enorme Einsparungspotenzial der alltägliche Umgang mit manchem "Energiefresser" bietet. Wir haben Ihnen in Kooperation mit der Deutschen Energie-Agentur einige wichtige Energiespartipps zusammengestellt. Wählen Sie Ihre Kategorie:

Energiespartipps für den Sommer

Kühl- und Gefriergeräte: Ein Neuer braucht weniger und bringt mehr.
Es lohnt sich, über den Austausch alter Kühl- und Gefriergeräte nachzudenken, wenn diese älter als zehn Jahre sind. Denn mit einer alten Kühl-Gefrier-Kombination von 2002 können pro Jahr schnell etwa 100 Euro Stromkosten zusammenkommen. Ein neues Modell der Energieeffizienzklasse A+++ spart im Vergleich rund 63 Euro jährlich.

Die Dichtung ist wichtig. 
Nur intakte Kühlschrankdichtungen schließen gut. Kontrollieren Sie die Türdichtungen, indem Sie eine eingeschaltete Taschenlampe in den Kühlschrank legen. Sieht man von außen Licht, ist die Tür undicht. Dann muss das Gerät mehr arbeiten – und verbraucht mehr Energie, um die gewünschte Innentemperatur zu halten.

Nicht zu kalt und nicht zu warm. 
Die ideale Kühlschranktemperatur beträgt 7 °C. Gegenüber einer Temperatur von 5 °C spart das etwa zehn Prozent Strom. Für das Gefriergerät sind -18 °C die optimale Temperatur. Verfügt Ihr Kühl- oder Gefriergerät über keine integrierte Temperaturanzeige, so lässt sich die Temperatur mit einem Thermometer überprüfen. Achten Sie darauf, dass die Kühl- und Gefrierschranktüren nicht lange offen stehen – die zuströmende warme Luft muss herunter gekühlt werden – das kostet Strom und Geld.    

Kühlen Kopf bewahren.
Raumklimageräte sorgen im Sommer für ein angenehm kühles Klima in der Wohnung, verbrauchen aber auch viel Strom. Bei einem durchschnittlichen Betrieb von 500 Stunden pro Jahr verursacht ein einzelnes mittelgroßes Gerät Stromkosten von etwa 135 Euro. Wer dennoch nicht auf die elektrische Raumklimatisierung verzichten möchte, sollte schon bei der Anschaffung auf die Energieeffizienzklasse A setzen.  Hilfreich ist auch die Angabe der „Effizienzgröße“ auf dem EU-Label: Je größer der Wert ist (bei zwei Geräten der gleichen Energieeffizienzklasse), umso sparsamer im Verbrauch ist das Gerät. Als Faustregel gilt außerdem: Bei gleicher Kühlleistung und Energieeffizienzklasse verbraucht ein mobiles Klimagerät etwa 25% mehr Strom als ein Split-Gerät (d.h. eine Kombination aus einem Außen- und Innengerät). 

Klimaanlage sparsam einsetzen.
Jedes Grad Celsius weniger kostet mehr Sprit, wählen Sie daher die Temperatur mit Maß. Lüften Sie vor dem Start das Auto gut durch. Schalten Sie nach Inbetriebnahme der Klimaanlage auf den ersten Kilometern die Umluft und danach die Frischluftzufuhr ein. Bereits einige Minuten vor Fahrtende können Sie die Klimaanlage abschalten.

Energiespartipps für den Herbst

Energiesparend und viele Einsatzmöglichkeiten. 
LEDs sind bei der Energieeffizienz kaum zu schlagen: Bei gleicher Helligkeit verbrauchen sie nur knapp 15 Prozent des Stroms, den herkömmliche Glühlampen benötigen. Auch bei der Lebensdauer haben LEDs die Nase vorn: bis zu 20.000 Stunden können sie leuchten. Zudem sind sie sehr widerstandsfähig und auch für die Beleuchtung im Außenbereich geeignet: Sie überstehen Temperaturen bis zu minus 35 °C. 

Licht bewusst einschalten.
Die Beleuchtung macht zwischen acht und zwölf Prozent des privaten Stromverbrauchs aus. Hier kann ganz einfach gespart werden: Licht nur dort brennen lassen, wo es tatsächlich gebraucht wird. Ansonsten ausschalten – das spart bares Geld.

Stromverbrauch prüfen!
Beim Kauf eines neuen Fernsehers lohnt sich ein Blick auf das neue EU-Label: Ein TV-Gerät der besten Energieeffizienzklasse A verbraucht gegenüber einem ineffizienten Modell der Klasse F rund 70 Prozent weniger Strom. Neugeräte haben zudem einen wesentlich geringeren Stromverbrauch im Bereitschaftsmodus (Stand-by) als Geräte, die vor 2010 gekauft wurden: Aufgrund europäischer Ökodesign-Vorgaben dürfen neue Fernsehgeräte maximal 0,5 Watt im Stand-by-Modus verbrauchen. Achten Sie dennoch darauf, dass das Gerät einen echten Ausschalter hat, der es komplett vom Stromnetz trennt. Auch diese Angabe ist in Form eines Icons auf dem EU-Label vermerkt.

Ein Neuer kann sparen.
Mit einem neuen Blu-ray-Player  können Sie gegenüber einem ineffizienten Bestandsgerät bis zu 70 Prozent Strom und Kosten sparen: Ein neues Gerät, das täglich zwei Stunden im Betrieb ist und den Rest der Zeit im Stand-by-Zustand verbringt, verursacht gerade mal 4 Euro Stromkosten pro Jahr. Für vergleichbare ineffiziente Geräte, die vor 2010 gekauft wurden, zahlt man jährlich über 15 Euro. Denn neue DVD-Geräte dürfen aufgrund europäischer Ökodesign-Vorgaben im Stand-by-Modus nur maximal 1 Watt verbrauchen.

Clever backen.
Beim Backen lässt sich einiges an Stromkosten sparen: Meist kann auf das bei Rezepten vorgegebene Vorheizen des Backofens verzichtet werden. Das spart bis zu 20 Prozent Energie ein. Ausnahmen sind sehr empfindliche Teigsorten wie Blätterteig. Auch die Restwärme des Backofens kann optimal genutzt werden einfach den Backofen ein paar Minuten früher abschalten. Wichtig: Wer auf das Vorheizen verzichtet und die Restwärme nutzt, sollte sich nicht ungeprüft auf die angegebene Backdauer verlassen. Schauen Sie ein bisschen genauer hin und sparen so bares Geld.

Elektrische Warmwasserbereitung.
Die Warmwasserbereitung macht bis zu 20 Prozent des privaten Strombedarf aus, wenn sie elektrisch erfolgt. Werden alte Geräte gegen neue, energieeffiziente  ersetzt, können bis zu 60 Prozent gespart werden.

Räume richtig temperieren.
Die optimale und angenehme Raumtemperatur liegt in Wohnräumen bei 19 bis 20 °C. In Fluren und Schlafräumen reichen 16 bis 18 °C. Jedes Grad darüber erhöht die Heizkosten um bis zu 6 Prozent. Die Temperatur kann in der Nacht um vier Grad abgesenkt werden. Nachts schützen geschlossene Gardinen oder Rollläden vor Wärmeverlusten.

Freie Sicht auf Heizkörper. 
Möbel, Gardinen oder Vorhänge vor den Heizkörpern verhindern, dass die Wärme im Raum verteilt wird. Das gilt auch bei Thermostatventilen: Sie müssen die Temperatur frei „fühlen“ können und dürfen nicht zugestellt sein, damit sich kein Wärmestau bildet. 

Fenster und Türen abdichten.
Durch undichte Türen und Fenster entweicht kontinuierlich warme Luft aus der Wohnung. Einfache und effektive Abhilfe gegen feuchte Zugluft bieten selbstklebende Dichtungen zum Abdichten von Fenstern und Türen, die man im Baumarkt bekommt.

Energiespartipps rund ums Waschen und Trocknen

Energieeffizient waschen! 
Wer dreimal die Woche wäscht, zahlt mit einer zehn Jahre alten Waschmaschine allein für Strom und Wasser jährlich bis zu 133 Euro. Ein neues energieeffizientes Gerät reduziert die Kosten um bis zu 57 Euro. Bei älteren Waschmaschinen macht sich ein Austausch also bezahlt. Beim Kauf lohnt es sich, auf die Energieeffizienzklasse A+++ zu setzen und die Angaben zum Strom- und Wasserverbrauch genau zu vergleichen. 

Niemand wird gern zu heiß gebadet.
Je höher die Waschtemperatur, desto höher der Stromverbrauch. Sie sparen die Hälfte an Strom, wenn Sie Ihre Wäsche anstatt bei 60 °C nur bei 40 °C waschen. Schalten Sie einen weiteren Gang herunter, also  von 60 °C auf 30°C, benötigen Sie nur knapp ein Drittel des Stroms. Energiesparprogramme helfen dabei, die Stromkosten zu senken: durch niedrige Temperatur und längere Einwirkzeit. Und auch auf die Vorwäsche kann meist verzichtet werden.

Volle Beladung, volle Energieeffizienz.
Halb ist nicht gleich halb: Viele Waschmaschinen bieten die Programmfunktion "1/2". Sie reduziert bei halber Beladung zwar den Wasser- und Energieverbrauch. Jedoch nicht um die Hälfte. Wer sparen will, sollte deshalb gerade mit den halben Portionen äußerst sparsam umgehen. Bei voller Beladung zu waschen ist energieeffizienter.

Gut geschleudert ist halb getrocknet.
Maschinelles Trocknen verbraucht deutlich mehr Strom als das Waschen der gleichen Wäschemenge. Es lohnt sich, die Wäsche mit hoher Drehzahl vorzuschleudern – mindestens 1.200 Umdrehungen pro Minute. Denn das Schleudern verbraucht im Vergleich zum elektrischen Wäschetrockner weniger Energie,  um der Wäsche Feuchtigkeit zu entziehen.

Die Technologie macht den Unterschied.
Am günstigsten trocknet die Wäsche natürlich an der frischen Luft. Wer aber auf den Wäschetrockner nicht verzichten möchte, sollte auf die Technologie und die Energieeffizienz achten. Denn: Wäschetrockner sind grundsätzlich sehr stromintensiv. Herkömmliche Geräte erreichen die Energieeffizienzklassen B und C. Eine Ausnahme bilden Wäschetrockner mit Wärmepumpe, die die Wärme aus der Abluft in die Wäsche zurückleiten. Sie erreichen die Energieeffizienzklasse A. Setzen Sie beim Kauf möglichst auf die höchste Klasse.

Energiespartipps für Studenten

1. Welches Gerät benötige ich?
Ob eigene Wohnung, neue Wohngemeinschaft oder Studentenwohnheim: Sind die wichtigsten Geräte nicht vorhanden oder schon sehr alt, lohnt sich beim Neukauf der Blick auf das EU-Energieeffizienzlabel – und zwar nicht nur für Studenten mit knappem Budget. Denn zum Kaufpreis eines Geräts addieren sich die Stromkosten über die gesamte Nutzungsdauer. So kann ein vermeintliches Schnäppchen schnell zur Kostenfalle werden.

Bei Kühl- und Gefriergeräten, Geschirrspül- und Waschmaschinen, Wäschetrocknern, Staubsau-gern sowie Lampen und Leuchten weist das Label die Energieeffizienzklasse sowie den Stromverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr aus. Kennt man den Kilowattstundenpreis seines Stromversorgers, hat man sofort eine Vorstellung davon, was der Betrieb des Geräts über das Jahr hinweg kostet.

Notebooks, Monitore, Drucker und Scanner sind aktuell nicht mit EU-Labeln versehen. Daher ist man beim Einkauf auf Herstellerangaben zum Stromverbrauch angewiesen – oder achtet auf das freiwillige Kennzeichen „EU-ENERGY-STAR“.  Mit dem Gütezeichen werden energieeffiziente Bürogeräte gekennzeichnet.

Je nach Ausstattung und Gerätetyp können die Unterschiede in Sachen Energieeffizienz bei Hard-ware erheblich sein. Ein Notebook verbraucht im Vergleich zu einem PC im Schnitt 70 Prozent weniger Strom. Wird der Computer hauptsächlich für Schreibarbeiten benutzt, reicht eine energiesparende Standardausstattung. So spart ein 10-Watt-Laptop mit durchschnittlichen Komponenten gegenüber einem 30-Watt-Office-PC rund zwei Drittel der Stromkosten ein.

Eine energieeffiziente Alternative zu Drucker, Kopierer und Scanner sind Multifunktionsgeräte. Sie kombinieren alle Einzelfunktionen in einem Gerät. Das nimmt nicht nur weniger Platz ein, sondern ist in der Summe auch energieeffizienter. 

2. Wie nutze ich meine Geräte stromeffizient?
Unabhängig vom Geräteneukauf kann man auch durch kluge Nutzung die Stromkosten von Haus-halts- und IT-Geräten spürbar senken. Häufig bleiben Rechner zum Beispiel den ganzen Tag in Betrieb – genutzt werden sie aber nur ab und zu. Aktuelle Computer verfügen über eine Energiesparfunktion, auch „Power-Management“, „Energieverwaltung“ oder „Energieoptionen“ genannt. Sie schaltet gerade nicht benötigte Bauteile, zum Beispiel den Bildschirm oder die Festplatte, nach einer festgelegten Zeit ab oder versetzt sie in einen Betriebsmodus mit verringertem Energieverbrauch. Für die Phasen der Nichtbenutzung bietet sich der Ruhezustand an. Im Gegensatz zum Stand-by-Modus – der nur Teile des Systems abschaltet – ist der PC im Ruhezustand komplett ausgeschaltet und die Energieeinsparung entsprechend höher.

Energiespartipps fürs Wohnzimmer

Fernseher, die in Größe und Ausstattung in Ihr Wohnzimmer passen
Entscheiden Sie sich für ein TV-Gerät, das zu Ihren Anforderungen und der Größe Ihres Wohnzimmers passt. Denn je größer der Fernsehbildschirm, desto höher ist auch sein Stromverbrauch. Eine einfache Faustregel hilft, die optimale Bildschirmgröße zu bestimmen: Die Bildschirmdiagonale des Fernsehers sollte nicht mehr als ein Drittel des Abstands zwischen Sofa und TV-Gerät betragen. Achten Sie außerdem darauf, für welchen Empfang Ihr neuer Fernseher ausgelegt ist – ob für terrestrischen digitalen Fernsehempfang (DVB-T), digitalen Satellitenfernsehempfang (DVB-S) oder digitalen Fernsehempfang via Kabel (DVB-C). Ist das von Ihnen benötigte Empfangsgerät bereits integriert, so können Sie auf eine zusätzliche Set-Top-Box (Receiver) verzichten.

Die neue A-Klasse der TV-Geräte
Beim Kauf neuer Fernsehgeräte sollten Sie auf das EU-Energielabel achten: Ein Fernseher der Energieeffizienzklasse A verbraucht rund 70 Prozent weniger Strom als ein ineffizientes Modell der Klasse F. Noch sparsamere TV-Geräte werden im Handel bereits mit den Klassen A+ und A++ gekennzeichnet. Das EU-Energielabel zeigt Ihnen auch, ob das TV-Gerät einen echten Ausschalter hat, der es komplett vom Stromnetz trennt.

Nicht zu hell fernsehen
Passen Sie die Werte Ihre Fernsehers für Helligkeit und Kontrast an Ihre individuellen Bedürfnisse an. Denn manchmal sind die voreingestellten Werte sehr hoch, sodass das TV-Gerät mehr Strom als nötig verbraucht.

Energieeffiziente Digital-Empfänger - Für jeden die richtige Box
Moderne Set-Top-Boxen (Receiver) verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als Bestandsgeräte. Geräte, die vor 2010 gekauft wurden, haben im Stand-by oft eine recht hohe Leistungsaufnahme. Der Kauf eines neuen Empfängers kann sich daher lohnen. Neue Digital-Empfänger führen nachts häufig Updates durch. Sie sollten daher nicht vollständig vom Netz getrennt werden. Aufgrund europäischer Ökodesign-Vorgaben liegt ihre Leistungsaufnahme im Stand-by jedoch unter einem Watt.

Strom und Geld sparen mit energieeffizienten DVD-Rekordern
DVD-Rekorder mit und ohne Festplatte sind oft nur kurz im Einsatz. Um Programmierung und Uhr für den Timer am Laufen zu halten, verbleiben sie jedoch die restliche Zeit im Stand-by. Vor allem ältere Modelle, die vor 2010 in den Handel kamen, verbrauchen im Stand-by relativ viel Strom. Neue DVD-Rekorder verbrauchen aufgrund europäischer Ökodesign-Anforderungen nur maximal 0,5 Watt im Stand-by. Es lohnt sich daher, über den Kauf eines modernen, energieeffizienten Geräts nachzudenken.

Dockingstations für MP3-Player - Lieblingsmusik ohne Reue
Dank Dockingstations erschallt die Lieblingsmusik vom MP3-Player im ganzen Wohnzimmer. Die speziellen Lautsprecher mit eingebautem Verstärker und eigener Stromversorgung verfügen häufig über eine sehr hohe Musikleistung, aber auch über einen hohen Stromverbrauch. Beim Kauf sollten Sie daher auch auf die Energieeffizienz der Docking-Station achten. Oder schließen Sie den MP3-Player direkt an Ihre Hifi-Anlage an. Dafür gibt es spezielle Dockingstations ohne eigene Stromversorgung.

Energiespartipps für den Bereich IT

Notebooks sind die effizientere Lösung.
Notebooks sind im Gegensatz zu Desktop-Rechnern wesentlich energieeffizienter: So spart ein 10-Watt-Laptop mit durchschnittlichen Komponenten gegenüber einem 30-Watt-Office-PC rund zwei Drittel der Stromkosten ein. Noch sparsamer sind Netbooks – kleine mobile Rechner mit geringer Leistungskapazität. Sie eignen sich jedoch hauptsächlich für einfache Anwendungen.

Effizienz beginnt beim Kauf.
Energieeffizienz beginnt schon beim Kauf von PC, Drucker und Co.: Je mehr Leistung ein PC erbringt, desto höher ist sein Stromverbrauch. Überlegen Sie sich also, welche technische Ausstattung Sie tatsächlich benötigen. Brauchen Sie eine leistungsstarke Grafikkarte und einen Prozessor mit hoher Taktfrequenz für umfangreiche Spielanimationen? Oder möchten Sie Ihren PC vor allem für Schreibarbeiten nutzen? Dann reicht die Standardausstattung eines energiesparenden Computers völlig aus. IT-Geräte mit niedrigem Stromverbrauch erkennt man am ENERGY STAR. Er kennzeichnet Bürogeräte, die bestimmte Mindeststandards der Energieeffizienz erfüllen. Mit dem ENERGY STAR können nicht nur Computer, sondern auch andere IT-Geräte wie Monitore, Scanner und Drucker ausgezeichnet werden. Doch auch Geräte mit ENERGY STAR können sich noch deutlich im Stromverbrauch unterscheiden. Es lohnt sich daher, vor dem Kauf einen Blick in die TopGeräte-Datenbank zu werfen. Hier können Sie ganz einfach Stromverbrauch und -kosten von über 8.000 IT-Geräten miteinander vergleichen.

Stromsparen per Mausklick.
Bei längeren Pausen sollten Sie den PC in den Ruhezustand versetzen. Im Gegensatz zum Herunterfahren ist der Rechner schneller wieder einsatzfähig. Er verbraucht dennoch keinen Strom, um die Daten zu sichern. Der Sleep-Modus ist die energieeffizienteste Möglichkeit, um kurze Arbeitspausen zu überbrücken. Einzelne Systemkomponenten werden dann abgeschaltet, wenn sie nicht benötigt werden – z.B. Bildschirm oder Festplatte. Der Sleep-Modus kann automatisch (über die Energiesparfunktion) oder manuell eingestellt werden. Die Energiesparfunktion findet man auch unter den Namen „Power-Management“, „Energieverwaltung“, „Energieoptionen“ oder „Strom sparen“. So können Sie bestimmen, wann Ihr PC automatisch in einen energiesparenden Modus versetzt wird.

Verzicht auf Bildschirmschoner schont den Geldbeutel.
Bildschirmschoner erhöhen den Stromverbrauch. Deaktivieren Sie daher besser die Bildschirmschoner-Funktion, und aktivieren Sie die Funktion „Monitor ausschalten“, z.B. nach 5-10 Minuten der Nichtnutzung.

Drucker, Scanner und Co. - Informieren lohnt sich.
Drucker, Scanner, Multifunktionsgeräte, Kopierer, Modems und Router sowie Faxgeräte sind übliche und häufige Peripheriegeräte des Computers. Sie verbleiben häufig und lange im Stand-by-Betrieb und verbrauchen unnötig Strom. Deshalb ist es bereits beim Kauf der Geräte wichtig, auf die Leistungsaufnahme im Stand-by- sowie im Betriebsmodus zu achten. Nach dem Gebrauch sollten alle Geräte vollständig abgeschaltet werden. Am bequemsten geht das mit einer schaltbaren Steckdosenleiste bzw. Funksteckdose. Eine energieeffiziente Alternative zu Drucker, Kopierer und Scanner sind Multifunktionsgeräte. Sie kombinieren alle Einzelfunktionen in einem Gerät. Das nimmt nicht nur weniger Platz ein, sondern ist in der Summe auch energieeffizienter. Bei einigen Tintenstrahldruckern ist der Einsatz einer schaltbaren Steckdosenleiste nur dann sinnvoll, wenn sie extrem selten benutzt werden. Das Problem: Nach jedem Einschalten spült der Drucker seinen Druckkopf mit Tinte – ein Vorgang, der mehr Kosten für die Tinte verursacht, als man beim Stromverbrauch sparen kann. Ein Anruf bei der Technik-Hotline des Druckerherstellers gibt Ihnen im Zweifel Auskunft, ob auch Ihr Drucker davon betroffen ist.

Einfach mal abschalten.
Viele Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik werden über externe Netzteile mit Strom versorgt. Dazu zählen z.B. Handy-Ladegeräte und die Netzteile von Notebooks. Bleiben die externen Netzteile auch nach dem Aufladen in der Steckdose, entstehen vor allem bei älteren Geräten zum Teil hohe Leerlaufverluste. Das merken Sie daran, dass das Netzteil sich warm anfühlt. Trennen Sie externe Netzteile also nach der Nutzung besser vom Netz. So vermeiden Sie unnötigen Stromverbrauch. Bei Geräten, die vor 2010 gekauft wurden, sollten Sie auf den versteckten Stromverbrauch im „ausgeschalteten“ Zustand achten. Das eingebaute Netzteil zieht weiterhin Strom, solange der PC am Stromnetz hängt – auch, wenn er vollständig heruntergefahren wurde. Ziehen Sie also den Stecker oder verwenden Sie schaltbare Steckdosenleisten. Mit ihnen lassen sich schnell und einfach PC, Drucker, Scanner und Co. vollständig vom Netz trennen.    

Energiespartipps rund ums Kühlen und Gefrieren

7 Grad im Kühlschrank sind genug.
Viele Kühl- und Gefriergeräte sind zu kalt eingestellt. Die optimale Temperatur im Kühlschrank beträgt 7° C, im Gefrierschrank -18° C. Sind die Geräte nur 2°C kälter eingestellt, steigt der Stromverbrauch um ca. 10%. Die Temperatur sollte bei Kühlschränken im obersten Fach möglichst weit vorne gemessen werden. Auch wenn Sie die Temperatur einmal eingestellt haben, sollten Sie in Abständen auf das Thermometer schauen und die Temperatur ggf. nachregulieren. Es empfiehlt sich, nur bereits abgekühlte Speisen und Getränke in Kühl- und Gefriergeräte zu stellen. Lassen Sie außerdem Gefrorenes im Kühlschrank auftauen und öffnen Sie Ihre Geräte möglichst nur kurz.

Abtauen lohnt sich.
Ein leichter Reifansatz an den Innenwänden der Geräte ist ganz normal. Bildet sich jedoch eine Eisschicht, erhöht sich der Stromverbrauch. In diesem Fall sollte man das Gerät abtauen. Die so genannte No-Frost-Funktion verhindert die Eisbildung in Gefrierfächern, lästiges Abtauen entfällt. Allerdings ist diese Funktion mit einem größeren Energieverbrauch verbunden. Die No-Frost-Funktion ist jedoch zum Beispiel dann sinnvoll, wenn in das Gefrierfach durch häufiges Öffnen der Tür verstärkt Feuchtigkeit eintritt.

Auch dem Kühlschrank einen Urlaub gönnen.
Denken Sie daran bei längerer Abwesenheit (z. B. Urlaub) den Kühlschrank auszuschalten und gleichzeitig abzutauen. Sie sollten dabei nicht vergessen, die Tür der Geräte offen stehen zu lassen, sonst kann es zu Schimmelbildung kommen.

Machen Sie dicht.
Die Türdichtungen Ihrer Geräte müssen vollkommen intakt sein, damit die Türen richtig schließen. Überprüfen können Sie das, indem Sie eine eingeschaltete Taschenlampe in den Kühlschrank legen. Sieht man von außen Licht, ist die Tür undicht. Dann frisst das Gerät mehr Strom, um die gewünschte Innentemperatur zu halten.

Auch auf die Größe kommt es an.
Wer leeren Raum kühlt, verschwendet Energie und Geld. Ein 200-Liter-Kühlschrank, der nur zu einem Drittel gefüllt ist, verbraucht unnötig viel Strom. Das Gleiche gilt für ein leeres 4-Sterne-Gefrierfach. In einem Single-Haushalt reicht meist ein Kühlschrank mit ca. 100 bis 140 Litern Volumen. Bei einer Familie rechnet man mit rund 50 Litern Nutzinhalt pro Person. 

Alte Geräte gehören nicht in Partykeller oder Sommerhaus.
Die Zweitnutzung alter Geräte z.B. als Getränkekühlschrank im Keller oder im Sommerhaus kann ein teurer Spaß werden: Leicht hat man sich an das „neue“ alte Gerät gewöhnt, und es läuft rund um die Uhr. Manche dieser Geräte benötigen jedoch dreimal mehr Strom als ein modernes effizientes Modell. Überprüfen Sie also, ob Sie wirklich einen Zweitkühlschrank benötigen. Die Anschaffung eines energieeffizienten Neugeräts kann sich dann lohnen.    

Energiespartipps für die Jahreswende

Modern sind LED-Lampen und Lichterketten
Ein zehn Meter langer herkömmlicher Lichtschlauch kann in sechs Wochen rund 33 Euro an Stromkosten verursachen. Das entspricht ungefähr den Betriebskosten einer kleinen Kühl- und Gefrierkombination der Energieeffizienzklasse A+++ in einem ganzen Jahr. Deutlich energieeffizienter sind LED-Lichtschläuche. Sie benötigen etwa 85 Prozent weniger Strom und können auch draußen eingesetzt werden. Wer auf moderne Beleuchtung setzt, entscheidet sich heute für die LED-Technologie. Sie zeichnet sich durch eine hohe Lichtausbeute, einen niedrigen Energieverbrauch sowie eine sehr hohe Lebensdauer aus. Im Innenraum stehen LED-Lampen für fast alle gängigen Fassungen zur Verfügung. In der E27-Standardfassung sind LED-Lampen mit über 800 Lumen erhältlich. Sie können damit alte Glühlampen mit bis zu 75 Watt ersetzen.

Licht bewusst einschalten
Die Beleuchtung macht zwischen acht und zwölf Prozent des privaten Stromverbrauchs aus. Licht sollte also nur dort brennen, wo es tatsächlich gebraucht wird. Häufiges ein und ausschalten ist unproblematisch: Energiesparlampen mit Vorheizfunktion oder LED werden auf der Verpackung als „besonders schaltfest“ ausgewiesen. Lassen Sie sich beim Händler beraten. 

Energielabel vereinfacht Lampenkauf
Schon beim Einkauf können Sie feststellen, wie sparsam eine Lampe wirklich ist. Das auf der Verpackung angebrachte EU-Energielabel weist die Energieeffizienzklasse der Lampe aus. A++ bedeutet, dass die Lampe einen niedrigen Stromverbrauch hat. Bei Energieeffizienzklasse D ist der Stromverbrauch sehr hoch.

Heimkino – vergleichen lohnt sich
Auch TV-Geräte müssen beim Kauf mit einem EU-Energielabel ausgezeichnet sein. Das Label gibt Auskunft über die Energieeffizienzklasse, den jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden bei einer Nutzung von vier Stunden täglich und darüber, ob das Gerät einen echten Ein- und Ausschalter zur Vermeidung des Stand-by-Betriebs besitzt. Ein Modell der im Handel bei einigen Geräten schon erhältlichen Klasse A++ mit 110 Zentimetern Bildschirmdiagonale verursacht pro Jahr rund 15 Euro Stromkosten, ein zehn Jahres altes Gerät durchschnittlich das Vierfache – rund 60 Euro Stromkosten.

Multifunktionsgeräte statt Fax, Kopierer und Drucker
Laut statistischem Bundesamt verfügen heute ¾ aller Haushalte über einen stationären Drucker, fast ein Viertel über ein privates Faxgerät. Eine energieeffiziente Alternative zu Faxgerät, Drucker, Kopierer und Scanner sind Multifunktionsgeräte. Sie kombinieren alle Einzelfunktionen in einem Gerät. Das nimmt nicht nur weniger Platz ein, sondern ist in der Summe auch energieeffizienter.

Energiesparend kochen und backen
Beim Backen lassen sich die Stromkosten mit der Umluftfunktion um bis zu 20 Prozent reduzieren. Umluft ist energiesparender, weil die Backtemperatur um 20 Grad niedriger gewählt werden kann. Bei der Zubereitung des Weihnachtsmenüs gilt zudem: Ein passender Deckel für jeden Topf spart bares Geld. Wer Töpfe und Pfannen dem Durchmesser nach passend zur Herdplatte wählt, reduziert ebenfalls seinen Stromverbrauch. Bei langen Garzeiten von über 20 Minuten lohnt sich außerdem der Einsatz von Schnellkochtöpfen. Das spart bis zu 30 Prozent Energie – und einiges an Zeit. Nach dem Festtagsschmaus sollten die Lebensmittel gut abkühlen  – denn durch heiße Lebensmittel im Kühlschrank schnellt der Energieverbrauch ebenfalls in die Höhe.

Geschirr spülen: besser maschinell als per Hand
Eine energieeffiziente Geschirrspülmaschine der Energieeffizienzklasse A+++ kommt mit weniger Strom und Wasser aus als ein geübter Handabwäscher. Stromsparende Geräte benötigen heute unter 0,9 kWh  und nur etwa 10 Liter Wasser pro Spülprogramm (14 Maßgedecke). Ineffizientere Geräte hingegen verbrauchen deutlich mehr Wasser und Strom. Die niedrigsten Stromvrebrauchswerte bietet das Energiesparprogramm Ihres Geschirrspülers. Dieses nennt sich z. B. Sparprogramm, Öko, Eco oder Intelligent und spült meistens bei 50 °C. Das Geschirr wird dennoch strahlend sauber.

Energiespartipps für die Heizung

Winter-Check für Ihre Heizung.
Es ist ratsam, einen Fachmann überprüfen zu lassen, ob alle Heizkörper im System gleichmäßig mit Wärme versorgt werden. Beim sogenannten hydraulischen Abgleich werden die Ventile an den Heizkörpern so eingestellt, dass alle Heizkörper gleichmäßig mit Wärme versorgt werden. Auf diese Weise wird die Effizienz des Heizungssystems gesteigert. Ein Fachmann kann auch die Laufzeit der Pumpe an die Laufzeit der Heizungsanlage angleichen. Das heißt, die Pumpe arbeitet nur dann, wenn die Heizungsanlage auch benötigt wird. Außerhalb der Heizperiode wird die Pumpe automatisch abgeschaltet.

Tauschen Sie alt gegen neu.
In deutschen Haushalten arbeiten ca. 30 Mio. Heizungspumpen. Gerade in älteren Häusern sind oft überdimensionierte und ungeregelte Pumpen im Einsatz. Sie leisten viel mehr, als das Heizsystem benötigt. Eine alte, ungeregelte Pumpe kann die Stromkosten um bis zu 130 Euro* pro Jahr nach oben treiben. Moderne Pumpen werden durch einen kleinen drehzahlgeregelten Motor angetrieben und passen ihre Leistung dem aktuellen Bedarf an. Eine sehr effiziente Heizungspumpe verursacht gerade einmal 23 Euro* Stromkosten pro Jahr.

* Jahresstromverbrauch alte Pumpe (ungeregelt) 500 kWh, neue Pumpe (geregelt) 90 kWh. Betrieb der Pumpe nur während der Heizperiode. 365 Tage Bereitschaftsverlust/Jahr. Strompreis: 26 ct/kWh.

Effizienz beginnt beim Pumpenkauf.
Achten Sie beim Kauf einer neuen Heizungspumpe auf deren Energieeffizienzindex (EEI). Denn: Je kleiner der Energieeffizienzindex, desto geringer der Stromverbrauch und die Stromkosten. Ab 1. Januar 2013 muss der EEI in den Produktunterlagen von neuen Pumpen angegeben werden. Die energieeffizientesten Heizungspumpen auf dem deutschen Markt haben einen EEI von 0,2. Ab 1. Januar 2013 dürfen nur noch Produkte auf den Markt gebracht werden, deren EEI kleiner als 0,27 ist. Das entspricht der Klasse A des freiwilligen Energieeffizienzlabels für Heizungspumpen. Ebenso wichtig wie die Energieeffizienz ist die Leistungsfähigkeit der Pumpe, denn ein überdimensioniertes Produkt verbraucht mehr Strom als nötig. Lassen Sie sich also am besten von einem Fachmann beraten. Besonders umweltfreundliche Heizungspumpen können mit der EU-Umweltblume (Ecolabel) ausgezeichnet werden. Bei der Vergabe wird die Umweltverträglichkeit des gesamten Lebenszyklus – von der Produktentwicklung und Rohstoffgewinnung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung - untersucht.

Lüften Sie richtig.
In richtig gelüfteten und beheizten Räume fühlen Sie sich nicht nur wohl, sondern sparen auch Geld. Tipps und Tricks für hohen Wohnkomfort zu geringen Energiekosten finden Sie unter www.zukunft-haus.info.

Eine moderne Heizungsanlage.
Heizungsanlagen sind komplexe Systeme, bei denen sich durch unterschiedliche Methoden Energie und damit oft erhebliche Heizkosten einsparen lassen: Kessel, Pumpen, Steuerung, Rohrleitungen, Heizkörper und Thermostatventile können zum Teil für sehr wenig Geld dahingehend optimiert werden.   

Eine verbesserte Dämmung hält die Wärme im Haus.
Ein guter Wärmeschutz verringert entscheidend den Energiebedarf Ihres Hauses und damit auch die Heizkosten. Auch mit einfachen Maßnahmen erreichen Sie kostengünstig und schnell eine Verbesserung des Wärmeschutzes.

Weiterführende Informationen zum Thema Energiesparen

Die Energiespartipps wurden in Kooperation mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) zusammengestellt. Für detailliertere Informationen rund um das Thema Energiesparen empfehlen wir Ihnen die Aktionsseite der Initative EnergieEffizient: Stromeffizienz.de