Karriere | von Carolin am 02. Oktober 2019

Ein Tag mit einem Standortentwickler

Kürzlich durfte ich einen Tag lang Silyain, einen unserer Standortentwickler, begleiten.

Vor Beginn des Tages konnte ich mir nicht genau vorstellen, was auf mich zukommen wird. Natürlich wusste ich, welche Tätigkeiten in das Aufgabenfeld des Standortentwickler fallen, allerdings nur aus der Theorie. Und Theorie und Praxis sehen bekanntlich oft anders aus.

Los geht‘s

So trafen wir uns morgens am abgemachten Treffpunkt. Von hier fuhren wir zunächst Richtung Süd-Westen nach Rosendahl. Bereits auf der Fahrt erfuhr ich wichtige Informationen über die Station in Rosendahl sowie über die Aufgaben, die uns dort erwarteten. Hier erfuhr ich auch, dass die Stationen regelmäßig vom jeweils zuständigen Standortentwickler besucht werden. In der Regel werden die Termine des Besuchs mit den jeweiligen Pächtern oder Eigentümern abgestimmt.

An der Station angekommen wurden wir von der Pächterin empfangen und begrüßt. Nach einem kurzen Smalltalk arbeitete Silyain eine Liste mit Punkten und Fragen ab, die aus dem letzten Besuch der Station sowie Telefonaten mit der Pächterin resultierten. Erfreulicherweise konnten hier nahezu alle Punkte als erledigt markiert werden. Nun war die Pächterin an der Reihe ihre Anliegen vorzubringen. Anliegen zu denen Silyain nicht direkt etwas sagen konnte, da sie erst in der Zentrale abgestimmt werden müssen, notierte er auf der Agenda für den nächsten Besuch. Akute Anliegen werden vorab telefonisch oder bei Bedarf persönlich geklärt.

Standortentwickler

Der Tankstellen-Check

Nachdem alle Fragen und Anliegen geklärt waren, starteten wir mit der Begehung der Station. Hierbei werden anhand einer datenbankgestützten Checkliste verschiedene Punkte systematisch abgearbeitet. Dazu gehören beispielsweise die optische Prüfung der Fahnen und die Kontrolle des Staubsaugers hinsichtlich der Funktionstüchtigkeit. 

Ebenso wird der Preismast, die Außenfassade sowie das Tankstellendach gecheckt. Die Funktion der Beleuchtung, die Sauberkeit der Zapfsäulen und das Vorhandensein entleerter Mülleimer werden danach kontrolliert. Für den Fall, dass ein Auto die Station verlässt, obwohl der Zapfhahn noch im Tank steckt, dieser dann herausgerissen wird und sich der Kraftstoff auf der Fahrbahn der Tankstelle ergießt, ist es wichtig, dass die Gullys am Rande der Fahrbahn der Tankstelle frei sind, so dass der Kraftstoff nicht in die Kanalisation gelangt, sondern über den Abscheider herausgefiltert werden kann. 

Prüfung Staubsauger

Kontrolle des Shops

Nach der Kontrolle der Außenanlage wird auch der Shop begutachtet. Hier werden unter anderem Punkte wie die Preisauszeichnung aller Produkte, die ausreichende Befüllung der Regale, die Temperatur der Kühlschränke sowie die allgemeine Sauberkeit des Shops erfasst. Sollte etwas nicht in Ordnung sein, wird dies fotografisch dokumentiert und das Programm generiert selbständig eine E-Mail, die an den Pächter selbst sowie an den Verantwortlichen in der Zentrale versandt wird. Außerdem werden die Daten gespeichert, sodass beim nächsten Besuch darauf zurückgegriffen und ein besonderes Augenmerk auf die angemerkten Punkte gelegt werden kann. Sollte es etwas zu bemängeln geben, wird dies dem Pächter nach der Begehung direkt mitgeteilt, sodass eine schnelle Bearbeitung erfolgen kann. 

Nachdem wir die Begehung abgeschlossen hatten, erkundigte sich Silyain noch einmal, ob noch etwaige Fragen seitens der Pächterin ausstanden. Da dies nicht der Fall war, verabschiedeten wir uns und machten uns, mit dem Ziel Bocholt, auf zur nächsten Station.

Q1 Shop

Auf zur nächsten Station

Als wir aus dem Auto stiegen und uns draußen einen ersten Eindruck verschafften, wurden wir direkt von einem Herren angesprochen, der sich als Sachverständiger für Schäden, die auf Grund von Waschstraßen entstanden sind, vorstellte. Zwar war Silyain als Standortentwickler nicht direkt für dieses Thema zuständig, blieb bei den Gesprächen zwischen den Parteien und auch bei Probewaschgängen zwecks Beweisführung dabei. Nachdem der Sachverständige sich verabschiedet hatte, konnten wir unserer eigentlichen Arbeit nachgehen. Somit starteten wir auch hier mit der Abarbeitung der ausstehenden Punkte des letzten Besuchs. Die anschließende Begehung der Station ging relativ zügig, da auch hier alles sehr gepflegt war. In dem anschließenden Gespräch mit dem Pächter wurden noch abschließende Fragen geklärt. Dann konnte es für uns weitergehen.

Unsere letzte Station an diesem Tag sollte Weeze sein. In Weeze angekommen gingen zunächst zu den Büroräumen, in denen die Eigentümer ansässig sind. In dem Gespräch dort wurde die bekannte Liste zu Beginn abgearbeitet und noch einige weitere Themen, die den Eigentümern auf dem Herzen lagen, besprochen. Anschließend gingen wir gemeinsam zur Station hinüber. Auch hier waren lediglich kleine Anmerkungen notwendig, sodass wir uns zufrieden verabschieden konnten.

Feierabend

Auf dem Rückweg tauschten wir uns über den vergangenen Tag aus und Silyain beantwortete mir alle Fragen, die noch aufgekommen waren.

Resümierend kann ich sagen, dass der Tag wirklich sehr interessant war. Die Theorie einmal in der Praxis zu sehen, ist immer sehr spannend. Vor allem der Kontakt zu vielen verschiedenen und sehr individuellen Menschen macht diesen Job besonders interessant. Da teilweise lange Strecken zurückzulegen sind, muss man allerdings auch am Autofahren seinen Spaß haben. ;) 

 

Carolin

Als angehende Kauffrau im Groß- und Außenhandel entlädt Carolin ihre Energie in den verschiedenen Abteilungen unseres Unternehmens und lernt somit all unsere Geschäftsprozesse kennen.