Tipps & Tricks | von Nele am 25. November 2020

Heizkosten sparen - die besten Tipps

Die Heizung macht einen Großteil der Energiekosten im Privathaushalt aus. Um die Heizkosten so gering wie möglich zu halten, geben wir Euch hier sechs Tipps, mit denen Euer Energiekostenverbrauch gesenkt und zudem noch das Portemonnaie geschont werden kann.
 

Der schmale „Grad“ zwischen angenehm und warm 

Damit es zu Hause schneller warm wird, wird der Heizkörper gerne mal auf Stufe fünf gedreht.  Die Stufe beeinflusst aber lediglich, bis zu welcher Temperatur der Heizkörper den Raum aufheizt – schneller warm wird er dadurch nicht.

Bei Stufe drei erhitzt sich der Raum auf ca. 20 Grad, zwischen den einzelnen Stufen liegen immer drei bis vier Grad Unterschied. Im Badezimmer wird eine Temperatur von 22 Grad empfohlen, für das Wohnzimmer sowie das Arbeitszimmer sollte eine Temperatur von 20 Grad ausreichen. Die Temperatur für das Schlafzimmer und die Küche liegt meist bei 15 bis 18 Grad. Diese ist auch bei den restlichen Räumen, die wenig genutzt werden, zu empfehlen, um Heizkosten zu sparen.

Temperatur einstellen

Bei einer Temperatur unter 15 Grad besteht Schimmelgefahr, wohingegen bei einer Temperatur über 25 Grad gesundheitliche Probleme auftreten könnten. 

Den Unterschied von einem Grad spüren die wenigsten, jedoch lassen sich für jeden Wärmegrad weniger bis zu sechs Prozent der Heizkosten einsparen.

 

Kleiner Helfer für wenig Geld

Schon mal bemerkt, dass der Heizkörper nicht richtig warm wird, nur unterschiedlich warm wird oder sogar Glucker-Geräusche von sich gibt? Dann hilft ein Entlüftungsschlüssel. Mit dessen Hilfe lassen sich bis zu 15 Prozent der Energiekosten einsparen und das für unter fünf Euro. 

Für das Entlüften der Heizung muss vorher und nachher der Druck im Heizsystem überprüft werden und eventuell durch eine Wasserzu- oder abfuhr ausgeglichen werden. Hierfür ist gegebenenfalls eine Absprache mit dem Hausmeister notwendig. Außerdem ist zu empfehlen, die Entlüftung der Heizung in einem mehrstöckigen Haus von unten nach oben durchzuführen.

Für die Entlüftung wird zusätzlich noch ein kleiner Behälter benötigt, damit das austretende Wasser aufgefangen werden kann. Zum Entlüften wird das Thermostat voll aufgedreht, damit die Heizung warm werden kann. Durch den Schlüssel wird dann das Entlüftungsventil geöffnet, bis die Luft vollkommen entwichen ist und nur noch heißes Wasser aus der Heizung fließt. Letztlich wird das Ventil wieder fest verschlossen.

Heizung entlüften

 

Werde smart und spare Geld

Schon mal über einen Thermostatwechsel nachgedacht? Auch das kann bis zu 15 Prozent der Heizkosten einsparen. Für knapp 60 Euro erhält man schon vier programmierbare Thermostate, die sich vor allem bei regelmäßigen Tagesabläufen lohnen. Hier lässt sich eine individuelle Heizkurve programmieren, die die Heizung über den Tag hinweg automatisch reguliert. Smarte Heizkörperthermostate regeln die Temperatur im Raum per Heizplan, App und teilweise sogar durch einen Sprachassistenten, sind jedoch meist auch etwas teurer.  

Um auf eine elektronische Heizungssteuerung umzustellen, muss lediglich der Thermostatkopf ausgetauscht werden. 

Thermostatkopf

Ein weiterer Tipp sind kleine Änderungen an den Einstellungen der Kesselsteuerung. Hier lassen sich in den meisten Fällen auch individuelle Absenkungszeiten programmieren und mithilfe eines Wochenprogramms individuelle Heizprofile erstellen. 

Ein komplettes Abschalten der Heizung ist nicht zu empfehlen, da hierdurch die Innenwände sehr stark abkühlen. Das Wiederaufheizen würde dadurch mehr Energie kosten und das Schimmelrisiko steigt.

 

Auch die Heizung hat es gerne warm 

Heizungsrohre, die im unbeheizten Keller liegen, geben unnötige Wärme an ihre Umgebung ab. Die Investition in die Dämmung pro Meter Rohr liegen bei rund 20 Euro und rentiert sich bereits nach einem Jahr.

Außerdem lohnt sich auch eine Isolierung der Rollladenkästen, die schon mit geringem handwerklichem Aufwand möglich ist. Das Gleiche gilt für Fenster und Außentüren, hier entsteht bei einer mangelnden Isolierung oftmals Zugluft und das bedeutet wiederum Wärmeverlust. Noch einfacher ist es, die Verbindungstüren zwischen Räumen zu schließen, damit weitere Räume nicht unnötig mitgeheizt werden. 

Nachts die Jalousien zu schließen, kann auch Abhilfe schaffen, da hierdurch die Wärme in einem Raum gespeichert wird und nicht nach außen entweicht.

 

Wir heizen nicht für draußen

Stoßlüften statt Kipplüften ist hier die Devise. Das Fenster sollte möglichst komplett geöffnet werden und das auch ruhig mehrfach pro Tag für bis zu 15 Minuten, damit der Raum nicht komplett wieder auskühlt.

Richtig lüften

Falls möglich sollte man das Zimmer auch bei Durchzug lüften. Das dauerhafte Kipplüften führt zu keinem ausreichenden Luftaustausch. Außerdem wird beim Kipplüften der Heizung viel Energie entzogen, da dauerhaft kalte Luft von Draußen den Raum abkühlt. 

Beim Stoßlüften sollte darauf geachtet werden, dass die Heizung davor ausgeschaltet wird, damit an dieser Stelle kein Energiefresser entsteht.

 

Nele

Als duale Studentin der Betriebswirtschaft entlädt Nele ihre Energie nicht nur in der Hochschule. Bei uns durchläuft sie verschiedene Abteilungen und lernt somit all unsere Geschäftsprozesse kennen.