Karriere | von Madlena am 06. August 2019

Mein duales Studium bei Q1

Nach dem Abitur begann ich am 01. August 2018 das dreieinhalbjährige duale Studium der Betriebswirtschaft (VWA) in Verbindung mit einer Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel bei der Q1 Energie AG. Ich war total gespannt, was alles auf mich zukommen wird und habe mich auf einen neuen Lebensabschnitt, in einer für mich fremden Stadt, gefreut. Das duale Studium bietet mir dabei die Möglichkeit die theoretischen Inhalte des Studiums mit den Vorteilen der praktischen Umsetzung im Unternehmen zu verbinden. Dabei war mir schon vorher bewusst, dass ein duales Studium zeit- und arbeitsintensiver sein wird als ein normales Studium.

Die ersten beiden Semester habe ich bereits absolviert. Bald beginnt für mich das dritte Semester. Meine bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass ich bei meiner Berufswahl richtig gelegen habe. Das Studium ist interessant und abwechslungsreich. Daneben bietet mir Q1 einen sehr guten Einblick in den betrieblichen Alltag mit all seinen Herausforderungen und Hürden.

Madlena im Büro

In diesem Beitrag möchte ich Euch einen kurzen Überblick von meinem beruflichen Alltag geben und Euch somit das Studienprogramm näher vorstellen.

 

Der Betrieb

Ich bin von montags bis mittwochs im Betrieb, um praktische Erfahrungen zu sammeln und einen Einblick in den Berufsalltag zu gewinnen. Dabei war ich im ersten Jahr in der Schmierstoffabteilung sowie im Einkauf eingesetzt.

Neben den täglich im Rahmen der Azubiaufgaben anfallenden Tätigkeiten, wie der Postbearbeitung, der Übersendung von Berufsmode und Werbemitteln an Tankstellen sowie der Botengänge übernahm ich in der Schmierstoffabteilung überwiegend die Aufgaben des Warenversandes, die Rechnungsstellung an Speditionen und die Bearbeitung der Ablage. Darüber hinaus habe ich zum Teil Aufträge für Kunden erstellt und Angebote für Kunden geschrieben.

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Seit Anfang Dezember war ich im Einkauf eingesetzt. Im Einkauf war ich überwiegend für die Kontrolle und Kontierung von Eingangsrechnungen und Frachtrechnung zuständig. Ebenso habe ich die Ablage der Lieferscheine übernommen, die Abrechnung der Verladungen erstellt und mich um die Fehlmengenkontrolle gekümmert. Letzte Woche stand ein neuer Abteilungswechsel für mich an. Jetzt unterstütze ich das Rechnungswesen.

In den bisherigen Abteilungen wurde ich total freundlich und herzlich aufgenommen und dort in das jeweilige Tagesgeschäft mit eingebunden. Die Kollegen haben sich immer Zeit genommen, um mich einzuarbeiten und um meine Fragen zu beantworten - auch wenn viel zu tun war.

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Dabei hat vor allem der Einkauf mich darin bestärkt, mich für den richtigen Ausbildungsberuf entschieden zu haben, da ich mich sehr gerne mit Zahlen beschäftige. Ich bin darüber hinaus sehr gespannt, wie die anderen Abteilungen und die damit verbundenen Aufgaben bei Q1 sein werden.

 

Das Studium

Mein Studium umfasst sieben Semester und wird von der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Osnabrück (VWA) koordiniert, eingeschrieben bin ich aber an der Hochschule Osnabrück. Dort finden auch die Vorlesungen statt. Nach Abschluss des Studiums verfügt man über einen IHK-Berufsabschluss und den Abschluss Bachelor of Arts.

Hochschule Osnabrück© Hochschule Osnabrück

Die Hochschule besuche ich in den ersten vier Semestern immer Donnerstagnachmittag von 16.30 Uhr bis 19.45 Uhr und freitags von 8.30 Uhr bis 15.45 Uhr. Im ersten Semester habe ich die Module VWL, Wirtschaftsmathematik und Methoden und Sozialkompetenzen belegt, welche ich sehr interessant fand. In VWL habe ich unter anderen gelernt, wie sich Angebot und Nachfrage unter bestimmten Einflüssen verschieben. In Wirtschaftsmathematik haben wir uns mit Kostenfunktionen, Erlösfunktionen sowie Gewinnschwellen- und grenzen beschäftigt. Im Modul Methoden- und Sozialkompetenzen habe ich eine Hausarbeit anfertigen müssen zum Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Welche Anforderungen ergeben sich daraus für Unternehmen?“. Dabei habe ich das wissenschaftliche Arbeiten kennengelernt, von der Informationsbeschaffung, der Überlegungen des Aufbaus der Arbeit, das Erstellen und Gestalten von umfangreichen Textdokumenten und der abschließenden Präsentation der Hausarbeit. Im zweiten Semester habe ich an der Hochschule die Module Rechnungswesen, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftspolitik sowie Wirtschaftsenglisch belegt.

Hochschule Osnabrück© Hochschule Osnabrück

Im zweiten Studienabschnitt stehen der ganze Donnerstag und Freitag als Studientage zur Verfügung, an denen Vorlesungen, Übungen und Prüfungsleistungen stattfinden. In diesen Semestern werden ebenso theoretische Kenntnisse vermittelt und das bereits erworbene Wissen aus den vorherigen Semestern vertieft. Die Dozenten erklären den Stoff immer sehr anschaulich, da viele von ihnen vor oder während ihrer Dozententätigkeit verschiedene praktische Erfahrungen im Unternehmen gesammelt haben. Aufgrund dessen ist es ihnen möglich Beispiele aus der Praxis mit einzubringen, um die Themeninhalte interessanter und verständlicher darzustellen.

Die Berufsschule

In den ersten beiden Jahren besuche ich parallel zum Studium jeden Donnerstag die Berufsschule am Schölerberg in Osnabrück, die ich im kommenden Jahr mit der IHK-Prüfung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel abschließen werde. Dort wird mir die Theorie vermittelt, die ich dann praktisch im Betrieb umsetzen kann.

Im ersten Jahr hatte ich neben dem Lernfeld Beschaffungsprozesse auch die Lernfelder Personal, Volkswirtschaftslehre und Rechnungswesen. Nach den Sommerferien werden sich die bisherigen Lernfelder ändern, sodass ich u.a. das Lernfeld Investition und Finanzierung dazubekomme.

Noch Fragen?

Ich hoffe Ihr konntet einen guten Eindruck vom dualen Studium bei Q1 gewinnen. Falls Ihr noch Fragen dazu habt oder mehr zu meinem Arbeitsalltag wissen wollt, schreibt gerne eine Nachricht auf Facebook oder Instagram. 

Madlena

Madlena investiert ihre Mühe und Energie nicht nur in den unternehmerischen Alltag bei Q1, sondern auch in ihr duales Studium der Betriebswirtschaft an der Hochschule Osnabrück.